Winter in Tromsö

Tromsö – Eismeerkathedrale und Bilderbuchlandschaften

Die Hurtigruten-Schiffe der klassischen Postschiff-Route laufen Tromsö zweimal an, einmal tagsüber und auf der Rückfahrt von Kirkenes abends, rechtzeitig zum Besuch eines Konzertes in der Eismeerkathedrale von Tromsö.

Kreuzfahrtschiffe verirren sich selten in nach Tromsö. Wenn schon Norden, dann vielleicht noch Honningsvag zum obligaten Besuch des Nordkaps und dann weiter nach Spitzbergen oder Island. Aber dann auch nur im Sommer. Nur AIDA schickt sein kleinstes Schiff, die AIDAcara neuerdings auf die Reise in den Winter im hohen Norden.

Winter in Tromsö

Im Winter sind die Fahrten mit der Hurtigruten sehr viel freundlicher zur Reisekasse als sommers. Die Gäste sehnen sich nach der Mitternachtssonne und fürchten sich vor der ewigen Polarnacht. In Tromsö ist diese Erwartung durchaus angemessen. Die Stadt liegt weit nördlich des Polarkreises. Aber schon Mitte Februar zeigt sich die Sonne schon wieder zu Zeiten, die dem Reisenden auch von zu Hause bekannt sind. Die Temperaturen sind für winterliche Verhältnisse im Norden eher mild. In der Sprache der Samen heißt Tromsö Romsa.

Winter im hohen Norden Polarmuseum in Tromsö

Winter im hohen Norden Polarmuseum in Tromsö

Der Golfstrom trägt die Wärme aus Mexiko nach Norden und erspart den vielen Bootseignern den Umzug ihrer Jachten in ein winterfestes Quartier – und dem Besucher sperrige Winterklamotten.

Die Reisenden mit der Hurtigruten zeigt sich der Winter im hohen Norden in umwerfenden Bildern. Berge wie mit Bleistift oder Kohlestift auf eine matt weiße Leinwand gezeichnet, Felsformationen wie aus einem Animationsfilm. Der Schnee lässt die Kanten und Grate plastisch hervortreten – ein Bild, das sich im Sommer so nicht bietet. Wolken ziehen in unterschiedlichen Grau und Schwarztönen über den Himmel, lassen hier und da Schnee- oder Regenschauer fallen und geben doch gleich wieder den Blick auf strahlendes Blau frei. Winter im hohen Norden? Sollte man nicht verpassen!

Winter im hohen Norden

Winter im hohen Norden Im Vordergrund die Reling der Mitnatsol

Eines sollten Reisende im Winter beachten: in Norwegen sind viele Straßen und Fußwege beheizt – aber die Zuwegung zur Kathedrale nicht. Wer Norwegen im Winter besucht, sollte sich bei dem Outdoor-Händler seines Vertrauens Spikes besorgen und sie mit den Schuhen ausprobieren, die er auf den Ausflügen tragen wird. Eine Garantie für unbeschwertes Gehen ist das allerdings nicht.

Eismeerkathedrale

Die Passagiere der Kreuzfahrer verpassen nicht nur eine quirrlige kleine Stadt, die ihre Einwohner auch im Winter mit einem abwechslungsreichen Kulturangebot vor depressiven Verschattungen bewahrt. Sie verpassen auch den Blick auf das Polar-Museum Es sieht aus, als wäre die Eismeerkathedrale von gegenüber umgekippt. Und natürlich verpassen sie die Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen). Sie sieht mit ihrem dreieckigen Kirchenschiff merkwürdig aus und überrascht die Besucher mit unerwarteten Klängen. Jede Nacht gibt es ein Mitternachtskonzert mit Gesang und Orgelmusik. Besonders beeindruckt der schreitende Sänger, der seinen Vortrag hinten fast im Turm beginnt und dann zum Altar geht.

Winter im hohen Norden Eismeerkathedrale in Tromsö

Eismeerkathedrale

Ein jedenfalls empfehlenswerter Ausflug.

Die Passagiere in Richtung Tromsö fahren in den Küstengewässern, dicht unter den Felsen und in Rufweite von vielen Siedlungen und Hütten, die sich unter mächtigen, verwunschenen Felsen ducken. Sehen Sie hier ein paar Eindrücke von der Küste, dem Hafen von Tromsö und der Eismeerkathedrale.

Wer über Nacht in Tromsö bleibt, hat gute Aussichten, ein Hauch von Nordlicht einzufangen. Also Fotofreunde: Stativ und Handschuhe nicht vergessen!

Winter im hohen Norden Eismeerkathedrale in Tromsö

Winter im hohen Norden Eismeerkathedrale in Tromsö