Tag Archives: Iran

Iran Zagros Gebirge

Iran Zagros Gebirge

Zagros Gebirge: bunt, schroff bis weich Die Reisegruppe ist kleiner als der Bus. So haben wir viel Platz. Hinten habe ich eine ganze Reihe für mich alleine. So kann ich von einem Fenster zum anderen eilen, habe immer beste Sicht und störe doch keinen der Mitreisenden. Und zu sehen gibt es einiges. Sehen Sie hier die ausführliche Bilderstrecke zum Zagros Gebirge. Unsere Autobahn führt über eine Hochebene, 1.600m hoch. Die Gebirgskette im Osten ist nur schemenhaft zu erkennen. Bis dahin

Ehemalige US-Botschaft in Teheran

Graffiti an der Mauer zur ehemaligen US-Botschaft in Teheran.

Ehemalige US-Botschaft in Teheran Nibelungentreue gibt es auch in den USA. Einflussreiche Freunde von Mohammad Reza Pahlavi, darunter die diplomatische Allzweckwaffe Henry Kissinger, erreichten nach intensiver Öffentlichkeitsarbeit, dass der Schah 1979 in die USA einreisen durfte. Für die Beschäftigten in der ehemaligen US-Botschaft in Teheran sollte das fatale Folgen haben. Der krebskranke Herrscher war von seinen Untertanen vertrieben worden und suchte jetzt eine ruhige Ecke zum Sterben. Das Angebot aus Iran auf freies Geleit, nahm Mohammad Reza Pahlavi nicht zur

Chomeini-Mausoleum

Chomeini-Mausoleum Kuppeln in Bau

Der Bus hat es nicht weit, nach knappeiner dreiviertel Stunde kommen die goldenen Türme des Chomeini-Mausoleums in Sicht. Parkplätze mit einer kaum zu schätzenden Anzahl von Stellplätzen umgeben das Areal. Statt Hotels gibt es viele überdachte Plattformen, auf denen die Pilger ihre Zelte aufschlagen können. Spenden finanzieren das Chomeini-Mausoleum Als der Ajatollah Chomeini 1989 starb, wünschte er sich eine schlichte Grablegung, ohne Pomp. Daraus wurde schon beim Begräbnis nichts, als Millionen von Iraner versuchten, zum Sarg und dem Grab des

Menschenrecht ist nicht teilbar

Der Dornauszieher Skulptur

Ja, es ist wahr: Das Internet in Iran wird zensiert. Ja, es ist wahr: In Iran wird gefoltert. Ja, es ist wahr: Viele Bereiche des öffentlichen Lebens werden von religiösen Regeln geprägt. Ja, es wahr, Iran setzt bei der Energiegewinnung auf Atomkraftwerke. Ja, es ist wahr: in Iran haben Männer mehr Rechte als Frauen. Ja, in Iran werden Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt. Aber und? Das alles ist schlimm und für eine zivilisierte Bürgergesellschaft unerträglich. Leider sind das aber auch keine

Krafthaus in Yasd

Training im Krafthaus von Yasd. Angespannt hört der Mann auf den Vortrag der Suren und Gedichte.

In der Nähe des Wassermuseums gegenüber dem Brunnen, der an die Wasserträger erinnert, fällt der Blick auf vier Windtürme. Die dazugehörige Zisterne wird jetzt als Krafthaus (Zurkhaneh) genutzt. Das ist ein Vorläufer unserer Muckibuden. Krafthaus oder Zurkhaneh Im Krafthaus wird der Kraftsport Varzesh-e Bastani ausgeübt. Nur Männer nehmen daran teil. Gegen einen Obolus dürfen wir die Übung besuchen. Sie dauert gute 60 Minuten.  Wir ziehen unsere Schuhe aus, gehen hinunter und betreten den Ort durch eine niedrige Tür. Frühes Kommen

Applestore Teheran

Apple Händler in Teheran

Kürzlich las ich einen Artikel in der Zeit. Es ging um das Thema Schmuggel, Korruption und Folter in Iran. Der Autor bediente die üblichen Klischees. Ich bezweifle nicht, dass es Schmuggel gibt. Es fehlt leider bei den Verantwortlichen im Westen die Einsicht, dass Embargos genau Nichts taugen, um die Politik eines Staates zu beeinflussen. Aber ein paar – natürlich keinesfalls korrigierende – ergänzende Anmerkungen seien hier erwähnt. Applestore Teheran Im Straßenbild von Teheran sind Smartphones so gegenwärtig wie in Hamburg

Freitagsmoschee: Kuppeln und Säulen und Gewölbe

Freitagsmoschee Besucherin im Spiel zwischen Licht und Schatten

Freitagsmoschee in Isfahan In der Freitagsmoschee in Isfahan (Masjed-e Jomeh) gibt es eine Reihe von kleineren Moscheen. An der nördlichen Seite einer Iwane oder Vorterrassen liegt eine kleine Moschee namens al-Dschaitu-Moschee. Der Namensgeber dieser Moschee war ein Herrscher der Ilchane, die von 1256-1353 n.Chr. in Iran regierten. In diesem Bericht geht es vor allem um den ältesten Teil der Freitagsmoschee mit ihren Säulen und Kuppeln. Und es geht um Bilder. Sie werden lange suchen müssen, bis Sie wieder eine so

Welcome to Iran

Im basar sieht man auch, was die wohlverhüllte Iranerin Darunter trägt. Bedient wird an dem Stand übrigens von Männern. Welcome to Iran

Was das Überraschende an unserem Iran-Aufenthalt war? Das war die überwältigende Gastfreundschaft der Iraner. Wo immer unsere Reisegruppe durch die Straßen, Gassen und Basare schlenderte, wurden wir freundlich angesprochen. Englisch-Kenntnisse sind weit verbreitet, schon Erstklässler umschwirrten uns, als wir nach Schulschluß an der schule vorbeikamen: „Who do you? My name is … What’s your name“ probierten die Kleinen ihre Kenntnisse aus. Man kommt in Iran schnell ins Gespräch. Die Ersten Worte waren fast immer: Welcome to Iran Ich habe das

Erlebnis Teheran

Nächtlicher Anflug auf den Flughafen von Teheran

Wir hatten schon eine Weile mit den Deutsch-Schülerinnen in Teheran gesprochen. Gegenseitig haben wir das Woher und wohin geklärt, Name, Beruf und Berufswunsch erfragt. Alles ganz unbeschwert und nichts, worüber man hätte nachdenken müssen. Aber dann kam sie daher die Frage, über die wir nachdenken mussten. Ganz harmlos. „Wie lange seid Ihr schon da?“ Ja, wie lange waren wir eigentlich schon in Teheran? Wir ließen den Tag Revue passieren und fanden dann die Antwort: „Seit ungefähr 10 Stunden.“ Waren wir

Iran oder der Iran?

Iran oder Der Iran

„Iran oder Der Iran?“ Wie heißt es richtig? Um es kurz zu machen: Das Land heißt „Iran“. Dort wird persisch gesprochen, und dieser Sprache gibt es keine Artikel. Wie kam der Artikel zum Land? Der Nahe Osten und Persien waren zu Beginn des letzten Jahrhunderts Spielball der damaligen Weltmächte, die dort mit der Macht ihrer Waffen das politische und wirtschaftliche Geschehen selbstherrlich und nach Gutdünken gestalteten. Die Britischen Besatzer nannten das Land hartnäckig „Persien“. Der dortige Regierungschef, Reza Schah Pahlavi,

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