Puerto Madryn – vom Winde verweht

Puerto Madryn ist Ausgangspunkt für viele Ausflüge zur Halbinsel Valdèz. Sie ist weltnaturerbe und bietet Besuche bei Seelöwen, Robben und Pinguinen. Leider verhinderten ablandige Winde das Anlegen unseres Kreuzfahrtschiffes

Anlauf von Puerto Madryn

Auf der Fahrt der AIDAcara zum Kap Horn war ein Aufenthalt in Puerto Madryn geplant. Die Stadt ist knappe 150 Jahre alt. Sie wurde 1865 von Auswanderern  aus Wales gegründet. Der Eindruck von See läßt sponatn den Wunsch wach werden, weiter zu fahren. Vor einer niedrigen Bergkette erkennt man eine Reihe Hochhäuser. Sie zählen nicht zu architektonischen Vorzeigeobjekten. Aber 80.000 Einwohner wollen wohnen. Und da verursachen Hochhäuser vielleicht astätische Bauchschmerzen, aber auch den geringsten Flächenverbrauch.

Küstenline der Halbinsel Valdèz. Puerto Madryn

Küstenline der Halbinsel Valdèz.

Sei es, wie es ist: unser Ziel ist die nördlich von Puerto Madryn gelegene Halbinsel Valdès. Sie zählt wegen ihres Artenreichtums zeit 1998 zum UNESCO Weltnaturerbe. Natürlich hatten wir einen Ausflug dorthin gebucht. Wale, Seeelefanten, Pinguine und Robben standen auf unserer Wunschliste. „Tauchen mit Seelöwen“ klang sehr spannend und versprach wohldosiertes Abenteuer. Ein Unterwassergehäuse für die Kamera war darum im Gepäck.

Die Fahrt von Montevideo nach Puerto Madryn war schon stürmisch. Wellen, Wind und Sturm bescherten uns spannende Fotos und leere Sonnendecks. Beim Einlaufen in den Hafen von Puerto Madryn, der in einer eigentlich kuscheligen Bucht liegt, zeigte sich aber auch der Nachteil der Naturgewalten: die AIDAcara hatte nicht genug Dampf unter der Haube, um die abhandigen Winde zu überwinden. Und das kleine Lotsenboot mühte sich zwar nach Kräfte, scheiterte schließlich auch am Sturm.

Hafen von Puerto-Madryn

Hafen von Puerto-Madryn

Ende vom Lied: Weiterreise zur Magellanstrasse. Kiene Seelöwwen, keine Robben. Der Betrag für den ausgefallenen Ausflug wurde uns schon gutgeschrieben, als wir nach gar nicht auf der Kabine waren.

Immerhin. Ein Trost.