Puerto Madero

Puerto Madero, die schlickgeborene Moderne

Unser Hotel liegt in fußläufiger Entfernung zum Puerto Madero.
Das ist ein Stadtteil von Buenos Aires, in dem Ende des 19. Jahrhundert ein Hafen für tief gehende Schiffe gebaut wurde. Buenos Aires liegt am Rio de la Plata. Das ist keine Ausbuchtung des Atlantiks, sondern, wie der Name schon sagt, ein Fluss, der sehr viel Sedimente mit sich schleppt und diese mit einer gewissen Boshaftigkeit vor Buenos Aires fallen lässt. Dauerndes Baggern ist da Pflicht – Hamburger kennen dieses Problem: auch die Elbe schleppt eine Menge Zeug mit sich, das sie auf dem Weg zur Nordsee unter sich lässt.

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Der Hafen von Puerto Madero hat seinerzeit ein paar Jahre leidlich funktioniert, bis die Schiffe größer wurden und mehr Tiefgang hatten. Buenos Aires baute einen einen neuen Hafen, das Viertel Puerto Madero verfiel und wurde nur noch für ein paar Speicher und Silos genutzt. Ansonsten war das Viertel fast 100 Jahre aus der Zeit gefallen.
1989 hatte der Dornröschenschlaf ein Ende. Die Stadt Buenos Aires machte Nägel mit Köpfen und ließ Investoren und Architekten von der Leine. Das Ergebnis sind sehenswerte Neubauten: Wohnhäuser mit 50 Etagen, Bürohäuser, deren Linienführungen weit jenseits der Vorstellungskraft der meisten Architekten und Bauherren hierzulande liegen. Die Bilderstrecke zeigt ein paar der Höhepunkte in der modernen Skyline von Puerto Madero.

Die Frauenbrücke verbindet die beiden Ufer des alten Hafenbecken. Die geschwungene Form wirkt sehr entspannt zwischen den dominierenden Hochbauten in der Nachbarschaft. Dass es sich bei der Brücke um eine Drehbrücke handelt, erschließt sich dem Besucher erst beim Überqueren der Brücke beim Blick auf das Widerlager.

Leider habe ich nur in wenigen Fällen den Namen der Hochhäusern herausgefunden. Wenn Sie entsprechende Vorschläge haben, freue ich mich auf Hinweise.

Schuppen zu Wohnungen

Die Skyline von Puerto Madero in Buenos Aires. Im Vordergrund die (Dreh-)Brücke der Frauen.

Die Skyline von Puerto Madero in Buenos Aires. Im Vordergrund die (Dreh-)Brücke der Frauen.

Die alten Schuppen blieben zum Teil erhalten und zu angesagten Restaurants, Bars und teuren Wohnungen umgebaut. Als kleine Reminiszenz an vergangene Zeiten ließen die Stadtplaner auch ein paar Kräne stehen, die vor Zeiten vom VEB Kranbau in Eberswalde gebaut wurden. An prominenter Stelle gibt es noch ein Silo, das wohl auch schon lange nicht mehr genutzt wird.

Es wird vielleicht schon bald einem weiteren Neubau weichen. Diverse Baukräne ragen schon in den Himmel. Puerto Madero ist noch lange nicht fertig gebaut ist.