Lokal-Derby St. Pauli-HSV

Lokal-Derby St. Pauli-HSV

Was dem Pott das Duell Dortmund gegen Schalke ist der Elbmetropole das Lokalderby St. Pauli-HSV. Dann heißt es Elbe oder Alster?

Anders als das legendäre Derby im Ruhrpott treffen die beiden Hamburger Profi-Vereine selten aufeinander. Gemäß dem 2. Hauptsatz des DFB („Der HSV darf nicht absteigen!“)* kicken die Rothosen im Tabellensumpf der 1. Liga, während sich der FC St. Pauli in der 2. Liga eingerichtet hat.

Beim Lokal-Derby St. Pauli-HSV hat Torwart Rost genügend Zeit, ein Tor sauber zu halten - und die Klopapierollen vom Gehäuse zu entfernen.

Beim Lokalderby St. Paul gegen den HSV hat Torwart Rost genügend Zeit, ein Tor sauber zu halten – und die Klopapierollen vom Gehäuse zu entfernen.

Das vorläufig letzte Treffen hat im Jahre 2010 stattgefunden. Es endete – man ist fast versucht zu sagen: verabredungsgemäß – unentschieden 1:1.

Vor dem Spiel lief auf der Video-Wand eine Zusammenfassung eines anderen Lokal-Derby St. Pauli-HSV, und zwar aus der Saison 1977/78. St. Pauli gewann dieses Spiel mit 2:0. Echte Fans haben sich Datum und Ergebnis auf den Schwanz tätowieren lassen.

Wichtiger als das Ergebnis sind die Szenen vom Spiel und dem Treiben im Millerntor-Stadion. Da werden blaue Bengalos gezündet, die Mannschaften mit Konfetti überschüttet und sich nachher zünftig verprügelt. Gänsehaut-Moment ist der Fan-Gesang der St. Pauli-Fans

Die Polizei ist mit einer Reiterstaffel und einer Hundertschaft Yeti-Rittern vor Ort. Die Fans werden zu unterschiedlichen Stationen der U-bahn geleitet. Hat mit Sport nichts zu tun – hängt aber bei emotional so aufgeladenen Spielen mit dran.

_* Der 1. Hauptsatz des DFB lautet übrigens: „Bayern München muss Meister werden!“