Istanbul, Ankara, Baku als Lichtermeer

Von Istanbul über Ankara und Baku nach Teheran

Schon beim Landeanflug zeigt sich Istanbul als eine besondere Stadt, die den Besucher zu Entdeckungstouren einlädt. Ein unübersehbares Gebiet, dicht mit Häusern, Wohnblocks und Wolkenkratzern bepflanzt. Im Inneren das Gewirr um die alten Moscheen und den Topkapi-Palast, die Brücken über den Bosporus, das Gewusel von Fähren,. Frachtern und Tankern.

Nachtaufnahme aus dem Flugzeug auf eine Brücke über den Bosporus

Nachtaufnahme aus dem Flugzeug auf eine Brücke über den Bosporus

Exponiert ragt der Sapphir-Tower in den Himmel. Fast 260m reckt sich das Bauwerk in den Himmel. In dem Gebiet mit der größten Erdbebengefahr in Europa!. Als wollten die Architekten mit dieser Nadel aus Glas und Beton Neptun (der nicht nur das Wasser bewegt, sondern auch für die Erdbeben zuständig ist) den Stinkefinger zeigen.

Die Istanbuler können nicht nur Wolkenkratzer. Die Stadt wächst und wächst. Millionen Menschen fahren täglich zwischen den Wohnorten auf der asiatischen Seite zu den Arbeitsplätzen nach Europa. Die beiden schon fertiggestellten Brücken waren schon nach kurzer Zeit an der Lastgrenze, obgleich die Querung nicht umsonst ist.

Lichtermeer am Bosporus

Bei einem nächtlichen Flug wird deutlich, wie lebendig und prosperierend Istanbul ist.

Bei einem nächtlichen Flug wird deutlich, wie lebendig und prosperierend Istanbul ist.

Von der Bahnlinie im Wasser des Bosporus sieht man naturgemäß nichts. Anders als die Brücken, die nachts grell beleuchtet sind und mit Lauflichtern und Glitzern vielleicht auch den Stolz verkünden: Schaut her, wir schaffen den Brückenschlag zwischen Europa und Asien.

Die Bosporus-Brücken fallen in dem Lichtermeer von Istanbul kaum auf. Unter dem Fluggast breitet sich ein dichter Teppich von Licht aus, der von Straßenlaternen, Häusern, Büros und allem kommt, wo man ein Leuchtmittel einsetzen kann. Gegen das Lichtermeer von Istanbul bieten Berlin und Hamburg dem Fluggast das Flair eines schlecht gelüfteten Kohlenkellers.

Auch Ankara leuchtet

Auf ein paar Euro kommt es dabei nicht an. Während eines wolkenlosen Fluges entdeckte ich Stadien, deren Flutlicht den Rasen grell aus der Umgebung stanzten. Nachts um vier lief dort kein Mensch mehr herum. Ob die Fahrgeschäfte eines Freizeitparks in Ankara um die frühe Morgenstunde schon geöffnet hatten, wage ich auch zu bezweifeln. Jedenfalls war die Anweisung „Laß‘ leuchten, Mann!“ auch in 10.000 m Höhe noch gut zu erkennen.

Ankara leuchte bei einem Nachtflug

Ankara leuchte bei einem Nachtflug

Nach Osten hin wird die Türkei dann dunkler. Wohl dem der in wolkenlosen Nächten einen Fensterplatz hat: Ohne den Lichtsmog der Städte wird deutlich, wie viele Sterne man nicht mehr sieht. Der „Große Wagen“ ist nur ein Sternbild von vielen. Und man muss schon ein bisschen suchen, bis man ihn in dem Flimmern, Flackern und Glimmen entdeckt. Heute zeigte mit der Deichsel steil nach unten und schien mit Karacho in die Bucht von Baku einfahren zu wollen.

Baku Blick auf die beleuchtete Stadt Baku bei einem Nachtflug

Baku Blick auf die beleuchtete Stadt Baku bei einem Nachtflug

One comment

  • Karin Drabik

    Liebe L+M, der erste Eindruck einschließlich Text ist beachtlich-weiter so wir wünschen gute Reise und viele Erlebnisse. Gruß k+k