„Allee der Gletscher“ im Beagle-Kanal

Die Bezeichnung „Allee der Gletscher“ oder „Gletscherallee“ ist irreführend. Eine Allee ist eine Straße, die auf beiden Seiten gesäumt ist, meistens von Bäumen, und von ihnen begrenzt wird. In diesem Sinne ist die „Allee der Gletscher“ im Beagle-Kanal keine Allee: die Gletscher sind alle auf einer Seite, und sie begrenzen den Weg auch nicht, sondern stoßen darauf zu. Ich kenne aber keine Gegend der Welt, in der Vergleichbares zu beobachten wäre: darum heiße die Gegend wie sie will. Die Passage an den Gletschern und Felsen vorbei bleibt mir in guter Erinnerung.

Gletscherallee

Aber Gletscher stimmt, und wer auf der Allee der Gletscher an ihnen vorbeigefahren ist – möglichst bei Sonne!- dem gehen die Eindrücke so schnell nicht aus dem Sinn. Die Vorbeifahrt an den sechs Gletschern der Gletscherallee ist ein weiterer Grund, diese Gegend zu erkunden. Mag auch vieles an Norwegen und Neuseeland erinnern: die Welt Patagoniens und Feuerlands ist einzigartig. Dem Staunen und Bewundern folgt wenig später ein gleichfalls  überwältigender Aufenthalt in Ushuaia. Die Fahrt durch die Allee der Gletscher bekommt optisch darum schnell Konkurrenz. Da ist es gut, wenn man Fotos macht und nach der Heimkehr die Passage in aller Ruhe noch einmal Revue passieren lassen, einwirken und einordnen kann.

Allee der Gletscher – das Blaue Wunder

 

Dramatischer kann man sich die Gletscherallee gar nicht wünschen. Karge und schroffe Felsen, dunkle Wolkenfetzen, Sonnenflecken auf Schnee und Eis. Und dazu eine selten erlebte Ruhe. Auch an Deck schwiegen die Gäste mit staunenden Augen.

Dramatischer kann man sich die Allee der Gletscher gar nicht wünschen. Karge und schroffe Felsen, dunkle Wolkenfetzen, Sonnenflecken auf Schnee und Eis. Und dazu eine selten erlebte Ruhe. Auch an Deck schwiegen die Gäste mit staunenden Augen.

Es sind 6 Gletscher, die allesamt nach europäischen Ländern benannt sind. Die Auswanderer kamen gerade noch dazu, den Gletschern die Namen ihrer Heimatländer zugeben und die Eingeborenen zu ermorden, bevor es ihnen zu ungemütlich wurde und sie das Weite suchten.
Der Espana-Gletscher kündet sich schon von weitem an, wenn die Gletscherzunge noch gar nicht zu sehen ist. Vom Tauwasser und wie es in den Beagle-Kanal fließt, sieht man nicht viel. Auch die Zungen anderer Gletscher enden weit vom Beagle-Kanal entfernt. Die Tauwasserströme fließen dann in tollen Kaskaden herunter. Der Italia-Gletscher führt seine Gletscherzunge bis zum Beagle-Kanal und erfreut die Besucher sogar mit gelegentlichen Abbrüchen.

Die Gletscherzunge eines weiteren Gletschers, des Garibaldi-Gletschers liegt in einem Fjord, der von Osten in den Beagle-Kanal mündet. Der Fjord ist schiffbar, und auch ausgewachsene Kreuzfahrtschiffe steuern diesen Gletscher an und lassen ihre Gäste mal ein bisschen Eis schlecken. Ansonsten ist das Anlanden von Touristen die Domain der kleinen Ausflugsschiffe, die von Ushuaia starten.

Die Aufnahmen der Bilderstrecke entstanden Anfang Dezember 2013 bei ziemlich guten Wetter. Sogar die Sonne brach hin und wieder durch und bescherte den Gästen der AIDAcara ein blaues Wunder.

Klar, einen Gletscher hat man schon gesehen. Aber der Eindruck ist unvergesslich, wenn  beim gemächlichen Passieren der Allee der Gletscher ein Gletscher nach dem anderen in Sicht kommt, sich zeigt und schon wenig später zugunsten des nächsten Gletschers aus dem Blickfeld verschwindet.

Alle Gletscher sind unterschiedlich, jeder für sich strahlt einen besonderen Zauber aus. Es ist wirklich überwältigend.
Über Länge, Breite, Masse der Gletscher in der Allee der Gletscher habe ich wenig bis keine Angaben gefunden. Tauchen Sie einfach mit mir ein in die Wunderwelt der Gletscherallee des Beagle-Kanals. Wenn Sie bezüglich der Benennung der Gletscher andere Ideen haben, oder Bilder des fehlenden Hollandia-Gletschers beisteuern möchten, freue ich mich über eine kurze Nachricht.

Hier finden Sie einen Bericht über den Besuch des Feuerland-Nationalparks.