Flughafen Paris Charles de Gaulle

„Flughafen Paris Charles de Gaulle? Oha, viel Glück …“

Mein weit gereistes Gegenüber am Gate in Hamburg machte mir keine Hoffnungen, dass ich am Flughafen Paris „Charles de Gaulle“ meinen Anschlussflug erreichen würde. Vom Gepäck wollte er gar nicht reden: „Nimm ein paar Sachen im Rucksack mit.“

Na, Klasse. Das sind doch mal gute Aussichten.

Die Landung in Paris passte schon mal gut zu den Weissagungen des Pessimisten: der Pilot überlegte sich die Sache kurz vor dem Aufsetzen, startete durch und wiederholte das Manöver – aber mit ausgefahrenem Fahrwerk ein paar Minuten später erfolgreich.
„Trinkgeld gibt’s dafür nich‘ !“ entscheidet ein mitreisender Passagier, etwas blass um die Nase.

Terminalzugang im Flughafen Paris Charles de Gaulle. mit blauer Beleuchtung.

Terminalzugang im Flughafen Charles de Gaulle mit blauer Beleuchtung.

Nach der Landung legt der Airbus 320 eine lange Strecke zum Terminal zurück. Und man bekommt eine Ahnung, dass der Flughafen wohl wirklich sehr groß ist.

Flughafen Paris „Charles de Gaulle“

Was erwartet den Fluggast nun beim Umsteigen? Der Flughafen ist sehr großzügig und ansprechend und dabei übersichtlich gestaltet. Der Eingangsbereich verströmt ein bisschen Westwall-Flair. Natürlich habe ich fotografiert, bis die Wache kam („Nein, diese Betondecke dürfen Sie nicht fotografieren!“). Einige Terminals waren als Glasröhren ausgelegt, die mit bodennahen blauen Lampen indirekt beleuchtet wurden. Das kommt gut, vor allem, wenn die Räume menschenleer sind.

Die Wege zu den Transferbusse zu den anderen Terminals sind gut ausgeschildert. Allerdings brauchte ich diese Information nicht, weil mein Weiterflug von einem Gate im gleichen Terminal startete. Man musste nur gut zu Fuß sein. Jede Menge Rolltreppen und Sitzmöglichkeiten helfen aber auch Passagieren, die nicht so gut zu Fuß sind.

Duty Free und Gastronomie

Natürlich bieten auch auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle diverse Duty Free Shops ihre Waren an. Ein iPhone 5 für 750Euro schien aber nicht wirklich günstig. Dafür boten ein paar Edelmarken ihre Waren in sehr ansprechend gestalteten Läden an. Besonders gefallen hat mir der Verkaufsstand, dessen Angebot sich auf Schokolade konzentriert 🙂

Das Angebot der Gastronomie am Flughafen Paris Charles de Gaulle lässt Zweifel daran aufkommen, dass wir wirklich in Frankreich sind. Für ähnlich lust- und geschmacklose Darbietungen kulinarischer Kunst, wurden in Norddeutschland schon Köche im Moor versenkt. Dafür lassen die Preise einem das Blut in den Adern gefrieren: Zwei kleine Stück Pizza und zwei Gläser Tee spielen mit 37 Euro preislich schon in der Liga für gepflegtes Abendessen.
Davon hatte der Vielflieger uns nicht gewarnt. Und alles andre war auch nicht wahr: die Gates für Anschlussflüge sind perfekt ausgeschildert. Und das Gepäck flog im selben Flugzeug wie ich.

Die Kontrollen waren sehr kleinlich. Eine Reisende hatte eine Flasche, deren Etikett 25qcm mehr Inhalt auswies als erlaubt war. Sie goss einen Schluck in den entsprechenden Eimer und durfte passieren. Welche Angreifer schreckt das ab? Der wird den Knallkram sicher in der behördlich zulässigen Menge mitnehmen;-) Auch mein Ersatzakku wurde sehr argwöhnisch begutachtet, und erst nach Rücksprache mit einem Kollegen, durfte ich das gute Stück wieder einstecken.

Nein, hier war das einzige Mal auf meiner Reise, wo der Schikane-Charakter der Kontrollen wieder mal schmerzlich spürbar werden. Die Bürger werden an totalitäre Willkürmaßnahmen gewöhnt, die keine andere praktische Funktion haben, als Unterdrückung und Entmündigung.

Aber schlimmer geht immer: ich kenne da ein paar Berichte über Vorkommnisse in den USA, dagegen waren die Schikanen beim Abflug vom Flughafen Charles de Gaulle reiner Spielkram.
Sehen hier eine Bilderstrecke des Flughafen Charles de Gaulle in Paris.

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