Category Archives: Südamerika

AIDAcara im Sturm

AIDAcara Sturm Brecher

AIDAcara im Sturm Der Sturm überrascht uns nicht, nur hatten wir ihn am Kap Horn erwartet. Jetzt schicken uns Sturm und Brandung schon 2.00km nördlich auf eine Achterbahn. Seit fast drei Tagen rockt der Atlantik und zeigt uns, was eine Harke ist. Windstärke 8-9 Beauforts, Wellenhöhe 5m bis 8m. Gischt, die der Sturm von den Wellenbergen abreißt und in lebendigen Streifenmustern über die graue See treibt. Und das alles bei meist blauen Himmel. Es ruckelt und kracht und scheppert. (Sehen

Montevideo Schiffsfriedhof

Montevideo „Ich sehe einen Berg!“ Montevideo ist die Hauptstadt von der „Republik östlich des Uruguay“, wie das Land in aller Ausführlichkeit heißt. Die Stadt liegt am Rio de La Plata, einem gemeinsamen Mündungsarm von drei großen Flüssen. Sie färben entsprechend ihrer Herkunft Strähnchen unterschiedlicher Farbe in den Golf. Wir kommen von Buenos Aires. Unser Schiff hat sich für die Strecke eine Nacht Zeit gelassen, Passagiere auf den Schnellfähren sind in drei Stunden am Ziel. Der namensgebende Berg ist unspektakulär, aber

Montevideo Altstadt

Montevideo Altstadt Hafen

Montevideo Altstadt Unsere Kreuzfahrt begann mit einem ungeplanten Aufenthalt in Montevideo eingelegt. Die Fahrt begann in Buenos Aires. Der Aufenthalt dort war für einige Gäste unerfreulich: 4 Leute wurden von 5 Räubern mit 3 Hunden umzingelt und ausgeraubt. Ein Passagier erlitt zudem noch eine Bißverletzung. Von anderen hörten wir, dass auch eine 4er Gruppe alles an Schmuck und Uhren abgeben musste. Risiken und Nebenwirkungen Vor einem Landgang warnt uns der Kapitän vor ähnlichen Risiken in Montevideo. Da der Aufenthalt in

Buenos Aires La Boca

Bunos Aires La Boca Tangokönigin

Buenos Aires La Boca Bevor wir unser Kreuzfahrtschiff, die AIDAcara, besteigen, unternehmen wir noch eine Busrundfahrt durch Buenos Aires. Buenos Aires bedeutet so viel wie „Gute Luft“. Die Spanier wähnten damals in diesen Gestaden die Malaria („schlechte Luft) hinter sich. Der Stadtteil liegt am Rio de la Plata und hat seinen Namen: „Die Mündung“ von dem Fluss Riachuelo, der in diesem Viertel in den Rio de la Plata mündet. Ursprünglich von italienischen Auswanderern gegründet, hat das Viertel eine bewegte Vergangenheit.

Puerto Madero

Die stilisierte Weltkugel steht für den Aufbruch von Puerto Madero in die Moderne. Sehenswerte und spektakuläre Architektur drückt sich in Hochhäusern für Wohnungen und Büros und Hotels aus.

Puerto Madero, die schlickgeborene Moderne Unser Hotel liegt in fußläufiger Entfernung zum Puerto Madero. Das ist ein Stadtteil von Buenos Aires, in dem Ende des 19. Jahrhundert ein Hafen für tief gehende Schiffe gebaut wurde. Buenos Aires liegt am Rio de la Plata. Das ist keine Ausbuchtung des Atlantiks, sondern, wie der Name schon sagt, ein Fluss, der sehr viel Sedimente mit sich schleppt und diese mit einer gewissen Boshaftigkeit vor Buenos Aires fallen lässt. Dauerndes Baggern ist da Pflicht

Buenos Aires

Riesen Werbetafel in Buenos Aires

Vom Flughafen in die Innenstadt Flughäfen liegen meist weit außerhalb der Städte. Ich nutze den Transfer von den Flughäfen in die Innenstadt gerne, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. So auch in Buenos Aires. Wie sehen die Gebäude aus? Konkurrieren die Neubauten mit den bestehenden Gebäuden? Ist der Verkehr geordnet oder chaotisch? Neue Autos, alte Autos? Wofür wird geworben? Wie sind die Bewohner gekleidet? Wer fragend durch die Gegend fährt, entdeckt mehr als jemand, der den Transfer

„Kap Horn“
Sightseeing überm Seemannsgrab

Dieser Berg ist wirkliche Kap Horn. Die Insel heißt Isla Hornos. Man muss schon ein bisschen Glück haben. Das Kap ist meistens sturmumtobt, im Nebel oder beides. Von den Hunderten Schiffen unterm Kiel ahnt man nichts. Die sind Geschichte und kaum mehr als eine Zahl.

Kap Horn: Sturmfrei Nur, um es mal klar  zustellen: Das Kap Horn ist ein Berg auf der Insel Hornos, der südlichsten Insel, die man noch zum südamerikanischen Kontinent zählt. Südlich davon sind nur noch ein paar versprengte Inseln ohne Bezug zum Festland und ein paar Forschungsstationen in der Antarktis. Kap Horn war schon immer mein Traumziel. Weiter weg geht nicht. Wer fährt schon nach Kap Horn? Und jenseits der nüchternen geografischen Daten klingen bei „Kap Horn“ bei jedem Hunderte Geschichten

„Allee der Gletscher“ im Beagle-Kanal

Dramatischer kann man sich ein Bild gar nicht wünschen. Karge und schroffe Felsen, dunkle Wolkenfetzen, Sonnenflecken auf Schnee und Eis. Und dazu eine selten erlebte Ruhe. Auch an Deck schwiegen die Gäste mit staunenden Augen.

Die Bezeichnung „Allee der Gletscher“ oder „Gletscherallee“ ist irreführend. Eine Allee ist eine Straße, die auf beiden Seiten gesäumt ist, meistens von Bäumen, und von ihnen begrenzt wird. In diesem Sinne ist die „Allee der Gletscher“ im Beagle-Kanal keine Allee: die Gletscher sind alle auf einer Seite, und sie begrenzen den Weg auch nicht, sondern stoßen darauf zu. Ich kenne aber keine Gegend der Welt, in der vergleichbares zu beobachten wäre: darum heiße die Gegend wie sie will. Die Passage

Beagle-Kanal Feuerland Patagonien

Bilder aus dem Beagle-Kanal

Es ist die klassische Tour auf dem Weg nach Kap Horn: Die Kreuzfahrtschiffe fahren durch die Magellan-Straße nach Punta Arenas. Von da fahren sie durch den Magdalenen– und Beagle-Kanal nach Ushuaia. Das ist die letzte größere Siedlung mit immerhin 30.000 Einwohnern. Verfolgen Sie die Fahrt durch den Beagle-Kanal mit dieser Bilderstrecke. Nach Ushuaia am Ende des Beagle-Kanals kommt im Süden nichts mehr. 4 Leute auf der Insel mit Kap Horn und ein paar Wissenschaftler in der Antarktis. Es ist das

Sturmfahrt mit AIDAcara im Südatlantik

Während der Sturmfahrt bahnt sich die AIDAcara mit eindrucksvollen Bugwellen ihren Weg durch den Sturm

Ja so kann es kommen: da erwartet man am Kap Horn sturmgepeitschte See und Brecher, die übers Deck spülen – und dann findet die Sturmfahrt schon auf dem Weg zur Magellanstraße statt. Wir waren mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Und ein Kreuzfahrtschiff ist nun mal nicht für schwere See gebaut. Andererseits juckeln auch die vollbeladenen Containerschiffe über die Weltmeere und lassen sich von stürmischer See und hochgehenden Brechern nicht vom Kurs abbringen. Was sollte also mehr passieren als ein bisschen Rumpeln.