Category Archives: Ausstellungen, Veranstaltungen

Ehemalige US-Botschaft in Teheran

Graffiti an der Mauer zur ehemaligen US-Botschaft in Teheran.

Ehemalige US-Botschaft in Teheran Nibelungentreue gibt es auch in den USA. Einflussreiche Freunde von Mohammad Reza Pahlavi, darunter die diplomatische Allzweckwaffe Henry Kissinger, erreichten nach intensiver Öffentlichkeitsarbeit, dass der Schah 1979 in die USA einreisen durfte. Für die Beschäftigten in der ehemaligen US-Botschaft in Teheran sollte das fatale Folgen haben. Der krebskranke Herrscher war von seinen Untertanen vertrieben worden und suchte jetzt eine ruhige Ecke zum Sterben. Das Angebot aus Iran auf freies Geleit, nahm Mohammad Reza Pahlavi nicht zur

Kunst der Vorzeit: Felsbilder aus der Sammlung Frobenius

Kunst der Vorzeit: Frühe Kunst Felsbilder Frobenius Bogenschütze

Gleich rechts von der Topologie des Grauens steht der Martin-Gropius-Bau. Quadratisch, praktisch, hoch. Kunst der Vorzeit Felsbilder Frobenius Hier finden regelmäßig zeitlich befristete Ausstellungen statt. Das Gebäude umflort der rückwärtsgerichtete wilhelminische Geist, der sich auch im Neubau des Berliner Schlosses materialisiert. Bemerkenswert ist die Organisation des Martin-Gropius-Baus. Er ist Teil der Berliner Festspiele, der Bund spielt mit, und nicht weniger als sieben Köche gestalten die Speisekarte des Dargebotenen, darunter auch die Spezialisten, die für das Deutsche Historische Museum verantwortlich zeichnen.

Eckersberg Faszination Wirklichkeit

Eckersberg Blick in die Ausstellung

Christoffer Wilhelm Eckersberg War es Zufall, war es Absicht? Das Hubertus-Wald-Forum zeigt mit „Eckersberg Faszination Wirklichkeit“ ein Kontrastprogramm zu der Ausstellung im Bucerius-Kunstforum „Picasso Fenster zur Welt“. Das Hubertus-Wald-Forum gehört zur Hamburger Kunsthalle. Einst beherbergte es eine Theaterbühne, das mit mutigen und unterhaltsamen Inszenierungen in der Kulturlandschaft fest verankert war. Nach dem Umbau -der Hauptmäzen ist Namensgeber- des „Theater in der Kunsthalle (TiK) in Ausstellungsräume, hat das Hubertus-Wald-Forum einen ebenso festen Platz in der Hamburger Kulturlandschaft, und zwar als Ort

Kloster Eberbach RTL DSDS

Kloster Eberbach Dormitorium

Kloster sind eine Parallelwelt. Menschen, meist männlich und dann Mönche genannt, mit gleichem (meist religiös getrübten) Blick auf die Welt richten ihr Leben nach einem eigenen Regelwerk aus. Das Kloster Eberbach ist der Ableger eines französischen Klosters Cîteaux. Aus diesem Namen leitet sich das Wort Zisterzienser ab. Kloster Eberbach Die Mönche entsagte aller weltlicher Freude und fanden ihr Glück in Gebet und Arbeit. Sie kasteiten sich und entsagten aller Freuden – und sei es das Betrachten von farbigen und figürlichen

Bucerius Kunstforum Picasso Fenster zur Welt

Picasso Fenster zur Welt Stillleben mit Totenkopf, Lauch und Krug

Picasso Fenster zur Welt Picasso geht immer, gerade wenn man geht. Dieser Gedanke drängt sich auf, wenn man die letzte Ausstellung besucht, die von Ortrud Westheider für das Bucerius Kunstforum kuratiert wird. Picasso war ein Künstler, der die Kunstwelt wahrhaft inflationär mit Werken überschüttet hat. Wikipedia vermutet, dass es sich um rund 50.000 handelt. Im Schnitt hätte Picasso beginnend mit dem 18. Lebensjahr und 40% Verschwendung der Lebenszeit durch Nahrungsaufnahme, Reisen, Verhandlungen und Fortpflanzung knappe 8 Stunden für ein Kunstwerk

Bucerius Kunstforum Die Farben Frankreichs

Farben-Frankreichs-Besucherin-vor-Simon-Vouet-Die-vier-Jahreszeiten

Die Farben Frankreichs Die Ausstellung heißt vollständig: Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs und beleuchtet den Weg Frankreichs in die Moderne. Präsentiert werden zentrale Meisterwerke, die größtenteils noch nie zuvor in Deutschland zu sehen waren. Die Exponate decken einen Bereich von 250 Jahren ab. Oder mit Namen verbunden spannt sich der Bogen zwischen Nicolas Poussin und Claude Monet. Diese Zeit ist geprägt von dem Spannungsfeld von Aufklärung und französischer Revolution. Diese Tatsache und die Auswahl der Exponate verdeutlicht die

Büste der Nofretete Fake oder Fakt

Büste der Nofrotete von vorne rechts

Ist sie nun 300 Millionen Euro wert oder gar 500? Man weiß es nicht. Und weil die Preußische Stiftung für Kulturbesitz die Büste der Nofretete gar nicht verkaufen will, werden wir das auch nie erfahren. Wissenschaftlich ist der halbe Meter Gips und Kalkstein von geringem Interesse. Er bringt keinen Erkenntnisgewinn gegenüber einer Situation ohne diese Statue. Moderne archäologische Untersuchungen zum Aufbau der Büste, der Farbpigmente, dem mutmaßlichen Alter werden von der Kulturstiftung vehement verweigert. Ja, am neuen Standort darf man

Varusschlacht in Kalkriese

Varusschlacht Ein Modell der Gesichtsmaske begrüßt den Besucher beim Betreten des Museums.

Museum Varusschlacht Kalkriese Varus und seine Mannen wären auch heute nicht lebend nach Xanten gekommen: sie hätten sich in der Gegend von Kalkriese zu Tode gelangweilt. Auf dem Weg zum Museum Kalkriese kommt man durch eine reizlose Landschaft und Ortschaften, in denen man nicht tot überm Zaun hängen wollte. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel erfordert eine gewisse Demut und viel Geduld. Hin und wieder bietet ein Reisebüro einen Ausflug an, der in einer besser erreichbaren Gegend beginnt. Google ist hier

Circus Roncalli

Circus Roncalli Kunst dreht sich auf dem Fuß.

Circus Roncalli – der politisch korrekte Zirkus Zirkusbetriebe haben es in Hamburg schwer, besonders wenn sie ihre Zelte mit Wildtieren auf dem Heiliggeistfeld aufschlagen wollen. Dann sperren sich die Verantwortlich, verweisen auf die Gefahr durch Blindgänger, die der tausendfachen Perforation durch Zeltstangen in den letzten 70 Jahren entgangen sind und meinen doch: wir wollen keine Wildtiere sehen. Einer der letzten Besuche eines klassischen Zirkus liegt schon viele Jahre zurück und bot nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch den selbst ernannten

Internationales Maritimes Museum

Maritimes Museum Besucherin vor einer Wand mit Schiffsmodellen

Internationales Maritimes Museum Am Anfang des Internationalen Maritimen Museums Hamburg stand ein Speicher, der Kaispeicher B. Er hatte den Zweiten Weltkrieg und den Abrisswahn der Hamburger Stadtentwicklung überstanden – und stand leer in der zukünftigen Hafencity. Dann betrat Peter Tamm auf, der dem Axel Springer Verlag vorstand, die Bühne Das ist der gleiche Verlag, in dem mit BILD und Abendblatt Zeitungen erschienen, ohne deren publizistische Unterstützung ein junger Mann namens Ole von Beust niemals Erster Bürgermeister von Hamburg geworden wäre.

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