Buenos Aires

Vom Flughafen in die Innenstadt

Flughäfen liegen meist weit außerhalb der Städte. Ich nutze den Transfer von den Flughäfen in die Innenstadt gerne, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. So auch in Buenos Aires.

Wie sehen die Gebäude aus? Konkurrieren die Neubauten mit den bestehenden Gebäuden? Ist der Verkehr geordnet oder chaotisch? Neue Autos, alte Autos? Wofür wird geworben? Wie sind die Bewohner gekleidet?

Wer fragend durch die Gegend fährt, entdeckt mehr als jemand, der den Transfer ins Hotel nur als lästigen Transportvorgang betrachtet. Hier geht’s zu den Bildern —> Die Beantwortung der Fragen fällt sehr viel leichter, wenn die Kamera die GPS-Daten ins Bild schreibt und die Strecke als GPS-Log speichert. Mit diesen Daten kann man dann später schnell klären, wie die Kirche hieß oder welche Firma unter dem Kuppeldach residiert.

Wohnhäuser in Buenos Aires

Das erste, was auffällt, sind die aberwitzig schmalen und hohen Wohnhäuser in Buenos Aires. Überhaupt sind einige der auffälligsten Hochhäuser Wohnhäuser. 36 Stockwerke mit Balkon. Bestimmt bietet sich von da oben ein phantastischer Blick auf Buenos Aires. Aber man sollte wohl schwindelfrei sein.

Wir haben auf der Fahrt gleich einen Superlativ benutzt: die breiteste Straße der Welt. Die Avenida 9 de Julio ist mit geschätzten 20 Fahrstreifen gute 140m breit. Der Name erinnert an den Tag, an dem Argentinien im Jahre 1816 von Spanien unabhängig wurde.Ob die „Straße des 9. Juli“ wirklich die breiteste Straße ist, ist nicht sicher: ein paar Fahrstreifen gehören zu parallel laufenden Straßen.

Auf der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt ahnt man nicht, dass sich Buenos Aires auf einer Fläche von rund 70x33km ausdehnt und alles in allem rund 13 Mio Einwohner hat. Berlin ist dagegen nicht nur Provinz, sondern mickriges Dorf.

Schon auf der der ersten Fahrt erkennt man die streng schachbrettartige Anlage der Straße. Der Verkehr ist dicht und wird von LKW und PKW überwiegend neueren Datums bevölkert. Zweiräder sieht man selten, aber dann tollkühn und unerschrocken. Die Bilderstrecke entstand Ende November, die Straßenbäume standen in voller Blüte. Die Farbenpracht hat aber optisch keine Chance gegen die brachialen Werbetafeln an den Fassaden und auf den Dächern.