Bucerius Kunstforum Die Farben Frankreichs

Die Farben Frankreichs

Die Ausstellung heißt vollständig: Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs und beleuchtet den Weg Frankreichs in die Moderne.

Präsentiert werden zentrale Meisterwerke, die größtenteils noch nie zuvor in Deutschland zu sehen waren. Die Exponate decken einen Bereich von 250 Jahren ab. Oder mit Namen verbunden spannt sich der Bogen zwischen Nicolas Poussin und Claude Monet. Diese Zeit ist geprägt von dem Spannungsfeld von Aufklärung und französischer Revolution. Diese Tatsache und die Auswahl der Exponate verdeutlicht die bildnerischen Umbrüche dieser Epoche.

Besuchen Sie auch den Bericht über die Ausstellung „Picasso Fenster zur Welt„.

Farben-Frankreichs-Die Kuratorin der Ausstellung Eva Fischer-Hausdor

Farben-Frankreichs-Die Kuratorin der Ausstellung Eva Fischer-Hausdorf

Bilder und Zeichnungen

Die Ausstellung zeigt 60 Gemälde und 12 Zeichnungen von Künstlern wie

  • Poussin
  • Watteau
  • Chardin
  • Delacroix
  • Corot,
  • Courbet
  • Monet
  • Renoir
  • Cézanne
  • van Gogh

Werfen Sie hier einen Blick auf die Ausstellung und auf ein paar Bilder.

Leihgeber und Kooperationspartener

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der National Gallery of Ireland in Dublin und der Sammlung Rau für UNICEF im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen.

Das Konzept

Die Ausstellung will den Weg Frankreichs in die Moderne nachzeichnen. Am Anfang dieses Weges stehen Nicolas Poussin und die Gründung der königlichen Akademie, an dessen Ende der Impressionist Claude Monet.

Farben-Frankreichs-Blick-in-dir-Ausstellung

Farben-Frankreichs-Blick-in-die-Ausstellung

Aufklärung und Französische Revolution haben in den rund 250 Jahren, die zwischen dem Wirken der beiden Maler liegen, zu dramatischen gesellschaftlichen Umbrüchen geführt. Welche Folgen

diese für die Kunst hatten und welche bildnerischen Revolutionen von der französischen Malerei vom 17. bis ins 19. Jahrhundert ausgingen, zeigt die Ausstellung in einem konzentrierten Blick.

Waren Gesellschaft und Kunst im 17. Jahrhundert noch durch den königlichen Hof und die 1648 von Charles LeBrun gegründete Académie royale reglementiert, so gewann das Bürgertum im Frankreich der Aufklärung seit dem 18. Jahrhundert an Bedeutung. Dem Wertewandel zur bürgerlichen Gesellschaft begegneten die Maler mit neuen Themen und künstlerischen Experimenten. Die Französische Revolution, das Vorbild aller Freiheitskämpfe, markiert eine Zeitenwende, die sich tief in die Entwicklung der französischen Malerei eingegraben hat. Sie eröffnete neue Freiräume in Gesellschaft und Kunst.

Farben-Frankreichs-Schietwetter-Monet

Farben-Frankreichs-Schietwetter-Monet

Nach der Revolution wurden die Künstler des Klassizismus, der Romantik und des Realismus zu Helden des bürgerlichen Zeitalters. Zu den politischen Farben Frankreichs traten realistische, impressionistische und pointillistische Farbkonzepte, die das Land zum Impulsgeber der künstlerischen Moderne machten. Die Malerei erzählt nicht mehr, sondern gibt zu sehen. Mit dem Impressionismus entledigte sich die Malerei endgültig der Fesseln, in die sie mit der Etablierung der Akademien im 17. Jahrhundert geraten war.

Farben-Frankreichs-Das-innere-einer-Scheune

Farben-Frankreichs-Das-innere-einer-Scheune

Die von Eva Fischer-Hausdorf kuratierte Ausstellung versammelt 60 Gemälde und 12 Zeichnungen

von Künstlern wie Nicolas Poussin, Jean-Antoine Watteau, Jean-Siméon Chardin, Eugène Delacroix, Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne oder Vincent Van Gogh.

Die Ausstellung ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Acht Kapitel beleuchten die drei Jahrhunderte französischer Malerei von 1600 bis 1900 vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Malerei wird in den Kontext der politischen Farben gesetzt. Sie reflektiert den

Wertewandel, das Selbstverständnis des Menschen und den Wandel der Öffentlichkeit von Kunst.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet. Sie ist in der Zeit vom 10. Oktober 2015 bis zum 17. Januar 2016 zu sehen.

Hinweis: Der Text folgt im wesentlichen einer Pressemitteilung des Bucerius Kunstforums