Betrug bei Finnair?

Das heißt nicht „Raubvogel“, sondern Beutegreifer, so mein Opa mit Blick auf den Bussard. Lesen Sie darum nun die Geschichte von dem Beutegreifer namens „Finnair“:

Der Behinderte als leichte Beute

Das Unglück wollte es, dass ein Passagier auf einen Rollator angewiesen war. Die lange vorher geplante Reise nach Helsinki musste aber nicht angesagt werden. Es ist ja für alles gesorgt.

Und das auch noch für den behinderten Passagier kostenlos*.

Alles gratis, franko, frei?

Nein, nicht bei Finnair.

Warnung vor dem Trickser Finnair

Warnung vor dem Trickser

Für jeden Flug greift Finnair dem behinderten Passagier €40,00 Euro ab.

Wenn doch alle Beteiligten dem Passagier keine Kosten in Rechnung stellen, wozu dann die €40,00?

Das ist immerhin manchmal teurer als der Flug?!

Ich habe diese Frage an die Pressestelle von Finnair gestellt.

Dort fiel den Mitarbeitern keine Erklärung, nicht mal eine Ausrede ein.

Und niemand widersprach meiner Auffassung, dass dieses Treiben jeden Trickbetrüger vor Neid erblassen lässt. Kassieren ohne eigenen Aufwand: So entsteht reiner Gewinn.

Wie schlecht muss einer Fluggesellschaft gehen, wenn behinderte Passagiere zur Beute werden?

Schokoladenseite? Nein Beschi*

Schokolade macht glücklich und lässt Sorgen vergessen. Nachdem ich mich von dem frustrierenden Raubzug von Finnair halbwegs erholt hatte, lockte in dem Duty Free-Angebot eine hochprozentige, leckere Schokolade mit dem versöhnlichen Namen „Nächstenliebe“ und „Menschlichkeit“ (Südafrikanisch: Ubuntu).

Aber auch hier zeigt sich, dass Finnair einen guten Begriff gekapert hat, um ein – meiner Meinung nach – betrügerisches Spiel aufzuziehen.

In der Liste war keine Mengenangabe, aber in Nachbarschaft zu anderen Süßwaren, deren Handelsmenge angegeben und plausibel waren, keimte der gute Glaube an eine 100g-Tafel. Tatsächlich holten wir aus der Tüte ein Täfelchen von 48g!

Das war die teuerste Schokolade meines Lebens und der letzter Anlass, vor dem Geschäftsgebaren von Finnair zu warnen.

Zu allem Überfluss ratterte und kreischte eine Turbine unseres Fliegers herzerweichend.

Finnair Geschäftsmodell: reiner Gewinn mit Behindertentranspoort

Finnair Geschäftsmodell: reiner Gewinn mit Behindertentranspoort

 

Finnair ist nicht alleine im Klub der Nepper, Schlepper und Bauernfänger.


* Kostenlos bedeutet nicht, dass der Service nichts kostet. Die Kosten werden aus einer Umlage beglichen, in die jeder Passagier im Rahmen der Flughafengebühr ein paar Cent einzahlt.


Alle Links wurden am 2. Mai 1019 um 21:00 aufgerufen.